Bei Zahnfisteln handelt es sich um Verbindungen zwischen einem mit Eiter gefülltem Hohlraum und den Schleimhäuten der Maulhöhle. Diese unnatürlichen Röhren dienen dem Abfluss von Flüssigkeiten wie Eiter.

Eine Zahnfistel beim Hund ist ein Alarmzeichen! Sie deutet auf einen schweren Schaden am Zahn hin. Besonders häufig verbindet sie eine entzündete Zahnwurzel mit der Maul- oder Nasenhöhle des Hundes. Auch ein Durchbruch an die Körperoberfläche, also durch die Wange oder Lefze, ist möglich. Die Fistel ist die Folge eines bereits bestehenden gesundheitlichen Problems, welches nicht ignoriert werden darf!

In diesem Artikel geht es um die Ursachen und Symptome von Zahnfisteln beim Hund. Du erfährst zudem, wie man sie behandeln muss und was du zur Vorbeugung unternehmen kannst.

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Ursachen und Symptome einer Fistel beim Hund

Häufig entsteht eine Zahnfistel beim Hund aufgrund einer Verletzung am Zahnfleisch. Dazu kommt es leicht, wenn dein Liebling auf einen harten, scharfen oder splitternden Gegenstand beißt. Eine typische Ursache sind zum Beispiel Geflügelknochen. Sie sind dünn und hohl, um dem Vogel das Fliegen zu erleichtern. Beißt der Hund darauf, zerbrechen sie in Teile mit scharfen Enden. Diese schneiden in das Zahnfleisch. Geraten nun Bakterien in die Wunde und sie schließt sich, bildet sich eine Zahnfleischentzündung mit Eiteransammlung im Zahnfleisch – ein Abszess. Dieses kann nach einiger Zeit platzen und den Eiter so entleeren. Geschieht das nicht, bildet es eine Fistel aus und der Eiter läuft über den Fistelkanal ab.

Auch können Karies oder eine Verletzung des Zahns mögliche Ursachen einer Zahnfistel sein. Das geschieht häufig an den schwer zu reinigenden Backenzähnen oder wenn sich der Hund einen Reißzahn an einem harten Gegenstand beschädigt hat. Daraufhin dringen Bakterien tief in den Zahn vor. Eine Entzündung der Zahnwurzel kann entstehen. Auch dabei entwickelt sich ein Abszess durch Eiterbildung.

Eine Zahnfistel ist sehr schmerzhaft. Daher probiert er möglicherweise, Berührungen seiner Schnauze zu vermeiden. Die Fistel fällt meistens durch verändertes Fressverhalten des Hundes auf. Er verweigert das Futter, frisst zögerlich oder versucht, dabei nur eine Seite des Maules zu verwenden.

Oft ist eine Zahnfistel ebenfalls an optischen Symptomen erkennbar. Der betroffene Entzündungsherd ist rot und geschwollen. Im Zahnfleisch entsteht ein röhrenförmiger Körper. Durch die regelmäßige Zahnpflege kann die Fistel schon frühzeitig erkannt werden. Ist der Verlauf bereits schwerwiegender, ist oftmals der Kiefer ebenso deutlich sichtbar geschwollen. Auch Entzündungen und Schwellungen am Auge können auftreten.

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Wenn du auf die befallene Zahnfistel drückst, kann Eiter aus dem Fistelkanal austreten. Das ist allerdings sehr schmerzhaft. Deshalb wird es dein Hund nicht gerne zulassen.

Gehe bei Verdacht auf eine Zahnfistel so rasch wie möglich zum Tierarzt. Unzureichend abfließender Eiter kann zu nicht reparierbaren Folgen führen.

Behandlung einer Zahnfistel

Eine Zahnfistel muss unbedingt und so schnell wie möglich professionell behandelt werden! Dringen Bakterien der Entzündung in das Blut des Hundes ein, kann das zu weiteren Entzündungen in anderen Körperteilen führen. Das ist lebensgefährlich!

Auch die Auflösung des Kieferknochens durch den Eiter solltest du nicht riskieren. Der Eiter kann Knochenmaterial zersetzen. Das führt im Kiefer dazu, dass die Zähne ihre Verankerung verlieren. Sie werden locker, können nicht mehr so kräftig beißen und fallen möglicherweise sogar aus. Bereits zerstörtes Knochenmaterial kann auch vom Tierarzt nicht mehr ersetzt werden!

Bei einer durch eine Zahnfleischverletzung entstandenen Zahnfistel reichen manchmal auch Antibiotika aus. Sie können vom Tierarzt verschrieben werden. Meistens muss aber eine Zahnfistel durch eine Operation von einem Tierzahnarzt entfernt werden. Ist der Zahn beschädigt, ist sogar eine Wurzelbehandlung oder die Entfernung des Zahns notwendig.

Leidet dein Hund an Schmerzen und die Operation kann nicht sofort stattfinden, dann können schmerzlindernde Hausmittel helfen. Die empfehlenswertesten Mittel gegen die Entzündung beim Hund sind abgekühlter Kamillen- oder Salbeitee. Träufle ihn vorsichtig auf die Fistel. Versuche aber nicht den Tee einzumassieren.

Auch Knoblauch kann aufgrund seiner antibiotischen Wirkung hilfreich sein. Er wird klein gehackt auf die Fistel gelegt. Allerdings musst du bei der Menge vorsichtig sein. Sie hängt von Größe und Gewicht des Hundes ab.

Ebenso hilft Kälte gegen Schmerzen. Du kannst deinem Vierbeiner ein Kühlkissen oder einen anderen gekühlten Gegenstand anbieten. Wenn er erkennt, dass das die Schmerzen lindert, legt er die Schnauze von sich aus darauf.

Fistel im Maul vorbeugen

Die beste Vorbeugung vor einer Zahnfistel beim Hund ist, mögliche Ursachen zu umgehen. Achte darauf, dass dein Liebling nur auf geeignetem Kauspielzeug und nicht splitternden Knochen kaut. So kannst du Verletzungen im Maul vorbeugen.

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass dein Hund nicht von Karies befallen wird. Normalerweise leiden Hunde verhältnismäßig selten an Karies. Dennoch kann ein getreide- oder zuckerhaltiges Hundefutter dazu führen. Wähle deshalb ein gesundes und hochwertiges Hundefutter mit einem Fleischanteil von über 90 %, welches nach Vorbild der natürlichen Beute hergestellt wird. Du darfst deinen Hund auch nicht mit Süßigkeiten belohnen.

Hochwertiges Hundefutter

Zudem solltest du deinem Hund stets und gründlich die Zähne putzen. Zum einen beugt es Krankheiten vor. Zum anderen erhältst du so die Möglichkeit regelmäßig in das Maul zu schauen und entdeckst eventuelle Verletzungen oder Krankheiten frühzeitig. Eine Zahnfistel entsteht nur wenn eine Entzündung zu lange unentdeckt und unbehandelt bleibt. Entdeckst du einen Schaden an einem Zahn, gehe sofort zum Tierarzt.