nicht haarende Hunde

Nicht haarende Hunde werden nicht nur aus gesundheitlichen Gründen bevorzugt. Sie gelten allgemein als einfacher zu pflegen. Zu Hunderassen, die nicht haaren, kommen häufig einige Fragen auf. Irrtümlicherweise gibt es in Diskussionen manchmal falsche Meinungen zum Thema. Die wichtigsten Fragen beantworte ich dir in diesem Artikel. Zum Schluss erwarten dich zudem noch jeweils drei kleine, mittlere und große Hunderassen, die nur wenig Fell verlieren. So findest du den für dich richtigen Hund ganz einfach.

Welche Hunde haaren nicht?

Wer einen Hund sucht, der gar keine Haare verliert, muss enttäuscht werden. Streng genommen gibt es absolut keine Hunderasse, die überhaupt nicht haart. Es gibt aber Hunde, die weniger Fell verlieren als andere.

Der Fellwechsel, der bei vielen Hunden im Frühling und im Herbst stattfindet, erzeugt sehr viele ausfallende Haare. Es ist jener Zeitpunkt, an dem viele Hundebesitzer glauben, dass das herumfliegende Fell kein Ende nehmen möchte. Wahrscheinlich wird den meisten sogar dann erst klar, wie viele Hundehaare das Haustier wirklich besitzt. Wenn du daher auf der Suche nach einem wenig haarenden Hund bist, dann sollten Vierbeiner ohne Fellwechsel deine Wahl sein.

Sind nicht haarende Hunde allergiefreier?

Leider gibt es keine Faustformel dafür, dass wenig oder nicht haarende Hunde allergiefreier sind. Hundeallergene befinden sich hauptsächlich im Speichel, den Hautschuppen oder im Urin. Die Anzahl der verlierenden Haare besitzt also keinen Einfluss darauf, ob eine Hunderasse für Allergiker besser geeignet ist oder nicht. Allerdings haften Allergene einfach im Fell vom Haustier. Ein Hund, der weniger Haare verliert, verteilt damit automatisch auch weniger Partikel in der Umgebung. Eine regelmäßige Fellpflege macht durchaus viel Sinn, denn so verteilen sich viele Haare erst gar nicht.

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Verlieren Hunde mit kurzem oder langem Fell mehr Haare?

Ob ein Hund langhaarig oder kurzhaarig ist, hat keinen Einfluss auf die Anzahl der verlierenden Haare. Daher kann man pauschal auch nicht sagen, dass ein Kurzhaarhund eher zu nicht haarenden Hunden zählt. Kurzhaarige Hunde verlieren manchmal sogar viel mehr Fell. Doch weil ein langes Haar mehr auffällt, erhält man leicht einen falschen Eindruck.

Lockige Hunde

Hunde mit einem lockigen Fell verlieren tatsächlich weniger Haare. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist der Pudel. Die Beschaffenheit vom Fell spielt eine große Rolle. Locken verheddern schnell. Die Folge ist, dass ausgefallene Haare nicht so schnell auf den Boden fallen. Erst beim Bürsten werden sie aus dem Fell entfernt.

Hunde ohne Fell

Hunde ohne Fell, also Nackthunde, haben meist einige Haarbüschel. Diese sind oft am Kopf oder auch an der Rute zu finden. Und wo sich Haare befinden, können sie auch ausfallen. Aber im Vergleich zu allen anderen Hunderassen haben Nackthunde so wenige Haare, dass sie gerne auch nicht haarende Hunde genannt werden können.

Hunderassen die wenig haaren

Hunde, die nicht haaren, gibt es also nicht. Aber es gibt einige Hunderassen, die wenig Haaren. Zu den Bekanntesten gehören der Chihuahua, der Pudel und der Riesenschnauzer. Hier erfährst du mehr über jeweils drei Rassen der Kategorien klein, mittelgroß und groß.

Kleine Hunderassen die wenig haaren

Es gibt einige kleine Hunderassen, die wenig haaren. Besonders für Menschen, die nicht haarende Hunde aufgrund einer Allergie wollen, sind kleine Rassen zu empfehlen. Denn kleine Hunde bedeuten automatisch weniger Fläche auf der Haut für Haare. Kleine Hunderassen besitzen insgesamt weniger Haare. Daher können auch weniger ausfallen. Ich stelle dir hier als Beispiele den Chihuahua, den Papillon und den Bichon Frisé vor.

Chihuahua (Kurzhaar)

Chihuahua Kurzhaar

Seit seiner Entdeckung in der Mitte des 19. Jahrhunderts gilt der Chihuahua als kleinste Hunderasse. Je kleiner eine Rasse ist, desto weniger Haare kann sie verlieren. Die Fellfarbe eines Chihuahuas kann sehr unterschiedlich sein: weiß, creme, trikolor, schwarz und viele weitere Schattierungen. Die Fellfarben blau und Merle gelten als problematisch, da bei ihnen die Wahrscheinlichkeit von bestimmten Krankheiten oder von Missbildungen größer ist. Sie werden 15 bis 23 cm groß und haben ein Gewicht von 1 bis 3 kg. Durch ihre Größe nennt man sie auch gerne Taschenhunde.

Papillon

Papillon

Der Papillon hat eine Widerristhöhe von 23 bis 31 cm und wird etwa bis zu 4 kg schwer. Er ist ein hervorragender, freundlicher Begleithund und wachsam sowie verspielt. Sein seidiges Fell hat keine Unterwolle und ist weiß mit farbigen Abzeichen. Das typische Merkmal von Papillons sind die Ohren, die für den Namen verantwortlich sind. Sie sehen aufgerichtet wie Schmetterlingsflügel aus.

Bichon Frisé

Bichon Frisé

Bischon Frisé sind nicht haarende Hunde. Sie werden bis 30 cm groß und 10 kg schwer. Ihre Fellfarbe ist weiß. Sie sind fröhlich, aufgeweckt und verspielt. Die Persönlichkeit verzückt die Menschen um die Hunderasse herum. Der Bischon Frisé liebt es zu kuscheln und ist sehr anhänglich. Er ist einfach zu erziehen, bleibt aber nicht gerne alleine. Doch auch wenn er wenig haart, braucht er dennoch viel Fellpflege.

Mittelgroße Hunderassen die wenig haaren

Zu den mittelgroßen Hunderassen, die wenig haaren, zählen der Pudel, der Malinois sowie der Airedale Terrier als Vertreter verschiedener Terrierarten. Sie sind aufgrund ihrer Größe wahre Allrounder für dein Zuhause.

Pudel

Pudel

Es gibt Zwerg- und Toypudel, die zu den kleinen Rassen zählen. Kleinpudel sind eher mittelgroße Hunderassen. Großpudel werden ihren bis zu 60 Zentimeter schon sehr groß. Ich habe Pudel hier bei den mittleren Hunderassen angesiedelt. Doch Pudel aller Größen sind wenig haarende Hunde. Die Fellfarbe der Pudel ist sehr unterschiedlich, es gibt sie in schwarz, creme, silber, weiß, blau, braun und vielen weiteren Farben. Ein Pudel ist ein aktiver, intelligenter und treuer Begleithund. Er gilt als leicht erziehbarer und pflegeleichter Hund.

Malinois

Malinois

Auch Malinois sind wenig haarende Hunde. Sie werden bis etwa 60 cm groß. Sie sind aktiv, aufmerksam und wachsam. Du Hunderasse muss viel beschäftigt werden, denn sie gehört zu den Hütehunden. Ein Malinois ist sehr kinderfreundlich und bis ins hohe Alter sehr verspielt. Er lässt sich auch sehr leicht erziehen und geht mit seinen Menschen durch dick und dünn.

Airedale Terrier

Airedale Terrier

Airedale Terrier werden bis 60 Zentimeter groß und sind etwa 30 Kilogramm schwer. Sie sind auch nicht haarende Hunde. Ihr Fell ist am Kopf, Läufen und Ohren lohfarben. Der Rücken ist dunkelgrau oder schwarz. Der mittelgroße Terrier aus England ist sehr intelligent und lebhaft. Wegen seines sehr freundlichen Wesens werden Airedale Terrier oft als Familienhunde gehalten.

Große Hunderassen die wenig haaren

Es gibt auch einige große Hunderassen, die wenig haaren. Hier werden dir als Beispiel der Riesenschnauzer, der Rhodesian Ridgeback sowie der Deutsch Kurzhaar vorgestellt. Generell musst du aber wissen, dass große Hunde auch eine große Hautfläche besitzen. Dadurch können sie insgesamt viele Haare verlieren.

Riesenschnauzer

Schnauzer

Riesenschnauzer sind, genauso wie Zwerg- und Mittelschnauzer, nicht haarende Hunde. Große Schnauzer werden bis 70 cm groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 48 kg. Sie sind intelligent, nett und loyal, aber auch durchsetzungsstark und dominant. Die Hunderasse ist kein Hund für die Stadt. Sie benötigt ausreichend Bewegung und eine Aufgabe, die sie ausfüllt.

Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback

Die auch Löwenhund genannte Hunderasse haart sehr wenig. Ein Rhodesian Ridgeback wird bis zu 69 Zentimeter groß und bis 40 Kilogramm schwer. Es gibt ihn in unterschiedlichen Fellfarben, doch hauptsächlich ist er in braun zu finden. Sein Markenzeichen ist der Ridge auf dem Rücken. Die Hunde dieser Rasse sind empfindlich, intelligent, sehr willensstark und loyal.

Deutsch Kurzhaar

Deutsch Kurzhaar

Der Deutsch Kurzhaar zählt zu den Jagdhunderassen und ist sehr verbreitet. Er ist temperamentvoll und benötigt stetig Aufgaben. Deutsche kurzhaarige Vorstehhunde, wie sie auch genannt werden, sind wenig haarende Hunde. Sie werden bis zu 66 cm groß und bis zu 32 kg schwer werden. Es gibt sie in verschiedenen Fellfarben. Diese Jagdhunde sind sehr intelligent, anhänglich und sind kinderfreundlich.

Wenig haarende Hunde: Das Fazit

Wenig haarende Hunde bringen für den Besitzer einige Vorteile. Die Vorteile der so genannten nicht haarenden Hunde sind:

  1. Gut geeignet für die Wohnung: Wo wenig Haare sind, haften auch weniger Gerüche. Ohne Gerüche klappt es besser mit dem Nachbarn. Nicht haarende Hunde in der Wohnung zu halten heißt, dass du weniger oft zum Staubsauger greifen musst.
  2. Pflegeleichter für die Familie: Eine Familie besteht aus mehreren Personen. Besonders mit Kindern entsteht automatisch ein gewisser Arbeitsaufwand Zuhause. Je weniger Hundehaare auf dem Boden liegen, desto einfacher ist es, den Boden hundehaarfrei zu halten. Auch entfällt das mühsame Entfernen der Hundehaare vom Sofa oder auf Kleidung. Somit fallen bei wenig haarende Hunden weniger Aufgaben Zuhause an. Die Haare sind nicht das ausschlaggebende Kriterium für Familienhunde. Aber weniger Fell hat durchaus Vorteile für die gesamte Familie.
  3. Allergiefreundliche Hunde: Hunde können bei Allergikern unerwünschte Belastungen auslösen. Typische Anzeichen sind Nießen, Husten, tränende Augen oder sogar Atemnot. Vereinzelt bei werdenden Müttern oder bei Kindern sind wenig haarende Hunderassen wichtig. Denn sie sind aufgrund ihres Immunsystems anfälliger. Auch wenn Hundeallergene sich im Urin, im Speichel oder den Hautschuppen befinden, gelangen sie dennoch schnell in das Fell vom Hund. Je weniger ein Vierbeiner haart, desto weniger verteilen sich die Allergene großzügig in der Umgebung.
  4. Hunde die nicht stinken: Viele nicht haarende Hunde zählen auch zu den Hunden, die nicht stinken. Das gilt aber nicht für alle Hunde. Z.B.  ist ein Dalmatiner ein Hund, der viele Haare verliert. Dennoch gilt die Hunderasse als eine, die nicht riecht.