artgerechtes Hundefutter

Artgerechtes Hundefutter ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes von entscheidender Bedeutung. Dabei kommt es auf die Zusammensetzung des Futters an. Sie sollte dem Tier gerecht sein. Auch wenn der Haushund kein Wolf mehr ist, gilt dennoch die Nahrung vom Wolf als Vorbild. Grundsätzlich haben sich Verhaltensmuster geändert. Dar Bedarf an Nährstoffen aber ist gleich geblieben. Zu 95 Prozent frisst der Wolf Beute, also durch ihn erlegte Tiere. Dies sollte auch die Grundlage eines Hundefutters sein, wenn es als artgerecht gelten soll.

In diesem Artikel erfährst du, was in gutem Futter für deinen Hund enthalten sein sollte. Außerdem findest du hier Auflistungen von Zutaten, die besser nicht auf der Futterpackung stehen.

Fleisch als Hauptbestandteil

Hunde sind Fleischfresser. Deshalb sollte artgerechtes Hundefutter mindestens 90 Prozent Fleisch enthalten. Auch bei den Wölfen ist der Hauptbestandteil der Nahrung das erlegte Tier. Nur der prozentuale Anteil an Fleisch ist aber nicht alles, was Hundebesitzer kennen sollten.

Es kommt ebenso auf die Qualität des Fleisches an. Um diese beurteilen zu können, solltest du dir die Deklaration der Nahrung genau ansehen. Auf einer guten Inhaltsangabe ist für jedem verständlich, was im Hundefutter enthalten ist. Futtermittelhersteller, die nichts zu verbergen haben, können auch offen deklarieren.

Artgerechtes Hundefutter besteht aus Fleisch in hochwertiger Qualität. Diese ist für den Hund und dessen Gesundheit von Nutzen. Die Qualität lässt sich gut mit der Betrachtung der Inhalte bewerten. Viele Futterhersteller verwenden billige Inhalte, die vordergründig ihrer Geldbörse zu Gute kommen. Erkennst du einen hohen Anteil minderwertiges Fleisch, dann solltest du deine Kaufentscheidung noch einmal überdenken.

Was ist gutes Fleisch im Hundefutter?

Der Hauptanteil von artgerechten Hundefutter sollte aus Muskelfleisch bestehen. Dieses ist das Fleisch, was auch auf den Teller von Menschen landet. Am besten besteht es sogar in Lebensmittelqualität.

Tierische Nebenerzeugnisse aus bestimmten hochwertigen Organe sind nicht unbedingt schlecht. So können sowohl Hund wie auch Wolf aus einem Herz oder einer Leber lebenswichtige Nährstoffe entnehmen. Oftmals sind Organe, die für den Hund gesund und nährstoffreich sind, einzeln aufgeführt.

Ist auf einer Verpackung von Trockenfutter Fleischmehl aufgeführt, kannst du das als ein gutes Zeichen werten. Dabei handelt es sich offensichtlich um zu Mehl gemahlenes Fleisch. In der Praxis ist Fleischmehl allerdings oft kein hochwertiges Muskelfleisch.

Was sind Anzeichen von minderwertigem Fleisch im Hundefutter?

Minderwertiges Fleisch im Hundefutter besteht aus tierischen Abfällen. Sie sind günstig und dienen als Füllmaterial. Ein Anzeichen sind allgemeine Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Tiermehl“. Besteht ein Hundefutter aus guten Inhalten, listet der Hersteller sie in der Regel klar auf. Denn er ist stolz auf sie.

Tierische Abfälle stammen vielfach aus Tierkörperbeseitigungsanstalten. In diese werden tote Tiere und Schlachtabfälle zu Tiermehl und Tierfetten verarbeitet. Die Verarbeitung von ganzen Tieren führt dazu, dass auch Fell oder Krallen im Hundefutter landen. Wenn ein Hersteller ausschließlich Fleisch verwendet, das zu Mehl verarbeitet wird, bezeichnet er dies als Fleischmehl.

Obst und Gemüse für Bedarf an Vitaminen und Mineralien

Zahlreiche Vitamine und Mineralien gewinnt der Hund aus dem Fleisch im Hundefutter. Doch auch ein Anteil an pflanzlichen Inhaltsstoffen gehört zu einer artgerechten Hundeernährung. In Pflanzen stecken für ihn weitere wichtige Nährstoffe. Dieser Anteil muss aber nicht zu groß sein. Artgerecht sind unter 10 % an Obst und Gemüse.

Der Wolf frisst nur ganz kleine Mengen an frischen Früchten und Kräutern. Diese stehen in der freien Natur auch nicht das ganze Jahr hindurch zur Verfügung. In der Regel findet er im Verdauungstrakt der erlegten Tiere Obst und Gemüse in vorverdauter Form. Dies ist seine Hauptquelle an pflanzlicher Nahrung. Dadurch, dass sie bereits aufgespalten ist, kann er die Vitamine und Nährstoffe besser aufnehmen.

Artgerechte Energiequellen

Fette und Eiweiße sind die besten Energiequellen für den Hund. Fleisch und gesunde Öle sind besonders artgerecht und ein wichtiger Bestandteil von Hundefutter. Fette stechen durch den höheren Anteil an Energie hervor. Daher sind sie sogar die besseren Energiespender. Ebenso sind sie lebensnotwendig. Nur sollte bei der Menge Vorsicht geboten sein. Der Hund benötigt Fette nur in kleinen Mengen. Ein zu großer Anteil in der Nahrung führt zu Übergewicht.

Artgerechte Fette sind tierische Fette, die von Fleisch oder Fischen stammen. Die Zugabe von pflanzlichen Ölen führt zu einer geschmacklichen Variation der verschiedenen Futtersorten. Sie enthalten zudem zusätzliche Vitamine, die gesund für den Hund sind.

Getreide und Kohlenhydrate benötigt ein Hund nicht

In vielen Hundefuttersorten ist Getreide enthalten. Besonders in Trockenfutter findet sich oft ein erheblicher Anteil. Einem Hund mit Getreide zu füttern aber nicht artgerecht. Es war nie Bestandteil der natürlichen Ernährung eines Wolfes. Das ist auch der Grund, warum viele Hunde unverträglich auf Getreide und Gluten reagieren. Schwer verdauliches Getreide ist somit ein Stressfaktor. Besonders Hunde mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Epilepsie sollten dringendst auf getreidefreies Hundefutter umsteigen. Doch auch für einen gesunden Hund ist leicht verdauliches Futter die bessere Wahl.

Von Futtermittelherstellern wird Getreide gerne als vitaminreiche Energiequelle dargestellt. Kohlenhydrate besitzen zwar genauso viel Energie wie Eiweiße, jedoch weniger als die Hälfte als Fett. Während ein Mensch Getreide gut verarbeiten kann, ist die Aufspaltung und Verdauung für Hunde schwieriger. Sie können also die Pflanzen mitsamt Vitaminen nur schlecht verwerten.

Ein Hund kann Kohlenhydrate als Energiequelle nutzen. Doch er benötigt sie nicht zwingend. Für das Gehirn des Hundes ist lediglich der Einfachzucker Glukose wichtig. Dieser kann aber auch aus Eiweißen und Fetten selber hergestellt werden. Dazu benötigt der Vierbeiner kein Getreide in seinem Futter.

Getreide wird lediglich gerne von den Produzenten von Hundefutter verwendet, weil es einen preiswerten Füllstoff darstellt. Ein kleiner Anteil ist in Ordnung. Insbesondere Reis gilt für den Hund als gut verträglich. Doch je höher der Anteil des Getreides im Hundefutter, umso weniger artgerecht ist das Futter.

Art der Futterzubereitung

Dass Trockenfutter nicht als artgerechtes Hundefutter gilt, sollte nicht weiter verwundern. Ein Wolf wartet vor dem Fressen auch nicht erst ab, bis seine Beute ausgetrocknet ist. Hinzu kommt, dass der absolute Fleischanteil im Trockenfutter in den meisten Fällen weit unter 50 Prozent ist. Auch wird Trockenfutter oftmals stark verarbeitet und kommt nicht ohne künstliche Zusätze aus. Trockenes Hundefutter ist vor allem für den Menschen durch seine einfache Handhabung sehr bequem.

Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil sollte die erste Wahl für jeden Hundebesitzer sein, der seinen Vierbeiner artgerecht ernähren will. Einig Hersteller fertigen ihr Futter nach dem Vorbild der Beute des Wolfes an. Beispielsweise das Futter von Anifit zeichnet sich durch die Zusammensetzung der Inhalte aus. Dieses ist ausschließlich auf die Bedürfnisse eines Hundes ausgerichtet und kann dadurch als ein besonders artgerechtes Hundefutter bezeichnet werden.

In jedem Gericht des Herstellers wird vollwertiges Frischfleisch verwendet. Der Anteil des Fleisches beträgt 90 bis 99 Prozent. In den Dosen befindet sich nur Fleisch, das auch für die menschliche Ernährung zugelassen ist. Dieses artgerechte Hundefutter besteht aus natürlichen Rohstoffen, die aus Kaltabfüllung schonend zubereitet werden.

Dazu wird bei Anifit auf folgende Zusätze verzichtet:

  • Zucker
  • Geschmacksverstärker
  • Soja und Mais
  • Konservierungsmittel und Farbstoffe
  • Lockstoffe und Füllstoffe
  • Tiermehl
  • Pflanzen- und Getreidemehl
  • Zugabe von Fett
  • und auch finden keine Tierversuche statt

Natürlich kann gesundes und artgerechtes Hundefutter auch selber zusammengestellt werden. Selber kochen und barfen sind sehr schöne Möglichkeiten seinen Hund artgerecht zu ernähren. Jedoch müssen sich Hundebesitzer sehr gut mit der Ernährung des Hundes auskennen. Denn nur so wird gewährleistet, dass das Futter die richtige Zusammensetzung hat und die nötigen Nährstoffe enthalten sind.

Artgerechtes Hundefutter – Fazit

Artgerechtes Hundefutter besteht mindestens aus 90 % Fleisch und einen kleinen Anteil an Obst und Gemüse. Daneben sind gesunde Fette enthalten, die als Energiequellen wichtig sind. Zudem sind sie für lebensnotwendige Vorgänge des Hundes wichtig. Je mehr sich die Zusammensetzung des Hundefutters an der Ernährung des Wolfes orientiert, desto artgerechter und gesünder ist das Hundefutter.

Artgerechtes Hundefutter ist:

  1. Nassfutter mit einem hohen Muskelfleischanteil, etwas Obst und Gemüse, Fette in moderaten Mengen
  2. selber gekochtes Futter mit viel Fleisch
  3. BARF-Ernährung

Als Hundebesitzer solltest du Inhaltsangaben auf Futterverpackungen lesen können. Sie verraten dir, wie qualitativ hochwertig das Futter ist. Ergeben die Einzelbestandteile in Prozent total die Summe von 100, ist das ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass der Hersteller nichts zu verbergen hat.