Wie viel trinkt ein Hund am Tag

Häufig bin ich zu Besuch bei Menschen und mir fällt sofort die fehlende oder dreckige Wasserschale am Hundehaus auf. Vielleicht habe ich unterdessen auch ein zu kritisches Auge für das Gefäß entwickelt. Doch das Wasser ist die absolute Grundlage für das Leben auf der Erde. Okay, das ist jetzt vielleicht etwas weit gegriffen. Jedoch sei dir der Thematik bitte bewusst, dass die Trinkquelle äußerst wichtig ist. Ohne ausreichender Zufuhr von Flüssigkeit können biologische Funktionen nicht erfüllt werden. In kurz bedeutet das, dass dein Hund ohne Wasser nicht überleben kann. Nur weil du einen Zwinger günstig kaufen möchtest, musst du nicht an dem Wassernapf sparen. Wieviel trinkt ein Hund am Tag? Das erfährst du hier.

4 Faktoren, die die Wassermenge von Hunden beeinflussen

  1. Außentemperatur: Im Sommer braucht der Hund natürlich mehr Wasser, als im Winter. Wärme Temperaturen führen zu einem höheren Bedarf an Trinken.
  2. Aktivitätszustand: An Tagen, an dem sich dein Hund mehr bewegt, braucht er auch mehr Trinken. Höhere Aktivität führt zu einem höheren Flüssigkeitsbedarf.
  3. Gewichtklasse: Dieser Faktor kommt der Aktivität gleich. Schwerere Hunde verbrauchen mehr Energie, als kleine. Aufgrund der Mehrbelastung, wird auch mehr Wasser benötigt.
  4. Fütterungsart: Je nach Fütterungsart, braucht dein Vierbeiner unterschiedlich Wasser. Und der Unterschied ist sogar erheblich. Bei Trockenfutter ist der zusätzliche Flüssigkeitsbedarf größer, als bei Nassfutter.

Wie viel Wasser sollte ein Hund trinken?

Die Richtwerte im Internet unterscheiden sich stark. Wie viel ein Hund am Tag trinkt, ist auch schwer pauschal bestimmbar. Es gibt so viele verschiedene Hunderassen mit unterschiedlichen Aktivitätsleveln. Nicht nur laut Tiergesetzt ist es zwingend notwendig, dass du deinem Hund stetig Wasser in entsprechender Qualität zur Verfügung stellst. Als groben Richtwert kannst du nehmen, dass ein Hund bei Raumtemperatur und Trockenfutter ca. 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht braucht. Bei einem 20 kg schweren Hund würden das 1,2 l Wasser bedeuten. Bekommt dein Tier Nassfutter, liegt der zusätzliche Wasserbedarf bei der Hälfte. Ein 30 kg schwerer Hund würde demnach nur 0,9 l zusätzliche Flüssigkeit bedürfen.

Ein dreckiger Wassernapf

Wenn du einen dreckigen Wasserbehälter besitzt, dann reinige ihn doch bitte einmal gründlich. Algenablagerungen erzeugen sicher Mineralien. Aber wir müssen es an der Stelle nicht übertreiben. Laut mehreren Proben besitzt Leitungswasser mehr Mineralien als teures Mineralwasser. Das sollte genug sein. Also bitte reinige und fülle regelmäßig den Wassernapf am Hundezwinger. Krankheitsverursachende Bakterien sollten in jedem Fall vermieden werden. Dein Hund krank, wenn er abgestandenes Wasser trinken muss.

Die Trinkmenge an sauberen Wasser ist wichtig. Wenn dir das ständige Reinigen und Wechseln von Wasser zu lästig ist, dann gibt es für dich eine Lösung. Ein Wasserbrunnen kann Abhilfe leisten. Haustierbrunnen besitzt eingebaute Aktivkohlefilter. Zu dem verhindert die ständige Zirkulation vom Wasser, dass sich Ablagerungen bilden. So bleibt das Wasser sauber und frisch. Aber natürlich musst du diesen Behälter auch ab und an reinigen. Um das Auffüllen kommst du so oder so nicht drum herum.

Das Fassungsvermögen der Blase

Die Blase ist je nach Rasse unterschiedlich groß. Das heißt, dass die Blase eines Dackels nicht mit der eines Golden Retrievers verglichen werden kann. In der Harnblase wird der Urin gespeichert. So muss das Tier nicht sofort Gassi gehen, wenn Flüssigkeit zugeführt wurde. Bei gleicher Wasserzufuhr gilt: Je größer das Fassungsvermögen ist, desto seltener muss der Hund raus. Allerdings trinkt ein großer Hund mehr als ein kleiner. So kommt es, dass jeder gesunde und ausgewachsene Hund etwa 3 bis 6mal täglich Pipi muss.

Ist der Hund beim Pinkeln, entspannen sich die Schließmuskeln am Blasenboden. So fließt der Urin durch die Harnröhre. Interessant ist, dass jedes Säugetier über 3 kg etwa gleich lang pinkelt. Forscher beziffern dies auf 21 Sekunden pro Urinieren. So muss der Elefant genauso lange Pipi wie die Katze. Der Grund liegt in der Länge der Harnröhre und der Schwerkraft. Wie viel ein Hund am Tag trinkt, ist also unrelevant bei der Länge vom Urinieren.